Stellungnahme der PIRATEN zur Sicherheitsdebatte rund um den WSV

Die Wuppertaler Piraten kritisieren die Berichte über die Gefahren, die von Wuppertaler Fußballfans, mit angeblich über 300 gewaltbereiten Anhängern, ausgehen sollen als maßlos überzogen.

WuppertalerSV„Das Spiel des WSV in Ratingen als gefährlicher einzustufen als das Zweitligaderby Köln gegen Düsseldorf [1] kann nur als Realsatire bezeichnet werden“, so Christian Nissen, Bundestagskandidat und Mitbegründer der Projektgruppe Fanrechte der Piratenpartei. „Glaubt man den Zahlen der ZIS hätte der WSV halb so viele gewaltbereite Fans wie Bundesligisten wie der FC Schalke oder Borussia Dortmund, die aber ca. 40 bis 55 Mal so viele Zuschauer haben.“ [2]

Wir sehen hier die Forderung der NRW-Landtagsfraktion der Piratenpartei nach einer grundlegenden Reform der Arbeit der ZIS (Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze) nach wissenschaftlichen Grundlagen bestätigt. [3] „Durch derartige Fehleinschätzung wird nicht nur der Ruf der gesamten Stadt Wuppertal stark beschädigt. [4] Das Verbreiten solch unrealistischer Angaben kann zur Stigmatisierung der Fangruppen führen und letztlich genau den Unmut und Reaktionen hervorrufen, die man eigentlich verhindern wollte.“ mahnt Stefan Kottas, Pressesprecher der Piratenpartei Wuppertal.

Die Piratenpartei steht für eine Abkehr der rein auf Repressionen setzenden Sicherheitsstrategien rund um die Stadien hin zu einem respektvollen Dialog auf Augenhöhe zwischen Fangruppen, Behörden und Verbänden. [5]

 

 

Quellen:

[1] Einstufung des Rheinderbies als „Spiel mit erhöhten Risiko“: http://www.general-anzeiger-bonn.de/sport/1-fc-koeln/Derby-als-Spiel-mit-erhoehtem-Risiko-eingestuft-article1106536.html (Ratingen – WSV ist hingegen als „Höchstrisikospiel“ eingestuft)

[2] „Gewalttabelle der Bundesliga“ http://www.oldie95.de/Hamburg/Sport/Fussball/2012/November/Faustdicke-Ueberraschung-Gewalttabelle-der-Bundesliga

Zuschauerschnitt des WSV letzte Saison: 1484 (inkl. Gästefans) http://www.fupa.net/teams/wuppertaler-sv-23359/zuschauer.html

[3] Forderung der Fraktion: http://blog.duengel.com/2013/07/11/menschenrechte-enden-nicht-am-stadiontor-piraten-setzen-sich-im-landtag-nrw-fur-mehr-fanrechte-ein/

[4] Quellen „Rufschaden“:

WZ (Kreis Mettmann): Fußballplätze sind wegen Wuppertaler Chaoten zu unsicher: http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-mettmann/fussballplaetze-sind-wegen-wuppertaler-chaoten-zu-unsicher-1.1381215

04/19 will nicht das Testobjekt der Liga sein http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/sport/04-19-will-nicht-das-testobjekt-der-liga-sein-1.3561561

express.de Rowdys: Polizei verbietet Fußballspiel http://www.express.de/duesseldorf/sicherheitsbedenken-rowdys–polizei-verbietet-fussballspiel,2858,23829028.html

Handelsblatt: http://www.handelsblatt.com/fussball-national-sicherheitsbedenken-spielabsage-sorgt-fuer-aerger/8547344.html

[5] Wahlprogramm der Piratenpartei Deutschland – Abschnitt Fanrechte: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2013/Wahlprogramm#Piraten_f.C3.BCr_Fanrechte

 


Kommentare

0 Kommentare zu Stellungnahme der PIRATEN zur Sicherheitsdebatte rund um den WSV

  1. Michael schrieb am

    Woher nimmt die Partei die Information, dass die Anzahl der potenziellen Gewalttäter proportional zur Zahl der Gesamtanhängerschaft steht und dass dieses Verhältnis bei allen Vereinen annähernd gleich ist? Das würde mich sehr überraschen. Nichts anderes suggeriert die Aussage von Herrn Nissen. Klingt sehr nach Stimmenfang und Wahlgetöse im Vorfeld einer Wahl. Warum sagt das ausgerechnet ein BT-Kandidat und nicht einer der Kandidaten für die nächsten Wuppertaler Wahlen? Ist ein Erfahrungswert durch kontinuierliche Beobachtung von Fangruppen nicht besser, als eine theoretisch-wissenschaftliche Grundlage, die er fordert? Und woher nimmt er die Information, dass wissenschaftliche Grundlagen zusammen mit Erfahrungswerten nicht sogar Basis für die Einstufungen der ZIS waren? Hat schon mal jemand versucht mit der ZIS zu sprechen und die Hintergründe der Einstufung erfragt?

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